Gemeinde St. Marien Dresden-Cotta
der Röm.-kath. Pfarrei Selige Märtyrer vom Münchner Platz


Liebe Gemeinde,

gestern war Muttertag, ich hoffe, dass Sie eine gute Zeit mit Ihrer Familie hatten.

Für viele von Ihnen war es eine ungünstige Zeit für eine Maiandacht. Aber ich sollte gestehen, dass auch wir als Pfarrei eine sehr bereichernde Zeit mit unserer himmlischen Mutter hatten.

Einen Ort zu haben, an dem wir uns wirklich wohl, sicher und geborgen fühlen, akzeptiert und verstanden, ist gut für jeden von uns. Grundsätzlich ist Gott unser Vater derjenige, mit dem uns all dies gegeben wird. Aber weil wir Menschen auf Erfahrungen angewiesen sind, die wir mit unseren Sinnen haben und die wir in unserem Geist verankern, wird uns die Kirche als Raum gegeben, in dem wir solche Erfahrungen machen können.

Und die Kirche repräsentiert Maria vor unseren Augen als die erste Gläubige, in deren Schutz wir uns setzen und sicher sein können. Wir haben für alle gebetet.

Möge Mutter Maria weiterhin für uns intervenieren und uns in ihrem Mantel beschützen. Ich wünsche Ihnen allen eine schöne Woche. 


Mit liebevollen Grüßen Ihr Pater Jobin.

Text/Fotos: Pater Jobin


Liebe Gemeinde,

fast jeden Tag treffe ich Menschen, die die Kirche lieben und sehr gläubig sind. Ich würde sagen, dass diese Menschen eine große Ermutigung für mich und ein bestimmtes Vorbild im Glauben sind.

Wie wir wissen, momentan laufen die Dinge nicht so, wie wir es wollen. Es gibt Leute, die denken, ob Politiker oder Kirche, sie machen nur zwei Dinge. Erstens machen sie alles falsch und zweitens machen sie alles falsch.

Ich denke, es ist keine gute Aussicht. Ja, das stimmt, der Alltag, den wir kennen, ist nicht möglich. Wir müssen akzeptieren, dass es keinen einfacheren Weg gibt, alle zufrieden zu stellen. Wir müssen alles mitmachen, speziell die Corona Regeln für uns selbst und für unsere Mitmenschen.

Aber wenn wir zurückblicken, es gab und gibt etwas, das die Welt zusammenbrachte, das Hoffnung gab und immer noch gibt - es ist ein Lied aus Südafrika. Es ist gut, auf etwas aus dem Jahr 2020 zurückzublicken und für das tägliche Leben im Jahr 2021 zu lernen. Es ist leicht zu sagen, dass alles schlecht war, aber es braucht Mut und Mitgefühl, um zu sagen, dass es etwas Gutes gab.


Das Lied geht so…

Jerusalem ist meine Heimat…Beschütze mich…, singt eine warme, Frauenstimme zu einem treibenden Beat. Geh mit mir…Lass mich nicht hier zurück, intoniert sie weiter.

Der Song stammt von DJ Master KG, einem südafrikanischen DJ und Musikproduzenten. „Als ich den Song fertig produziert hatte, habe ich ihn wieder und wieder gehört. Ich hatte das Gefühl, etwas sehr Spirituelles gemacht zu haben“, meint DJ Master KG im Hintergrundvideo zum Lied.

Dieses Lied wurde von der ganzen Welt akzeptiert, gesungen und getanzt, in allen Kulturen und Menschen aus allen Lebensbereichen. Nur weil etwas Spirituelles darin war.

Die Anrufung Jerusalems als Heimat, verweist denn auch auf die christliche Hoffnung. Vor kurzem haben wir diese Hoffnung in der Krippe gefeiert. Es sollte nicht gefeiert und vergessen werden, sondern in unserem täglichen Alltag leben.

Ja, das stimmt. Es gibt so viel Ärger, Depression und Frustration in den Menschen. Aber jeder, der dieses Lied hört, vergisst für einen Moment alles.

Sollten wir es genauso fühlen oder ausdrücken wie andere - Wut oder Depression? Wir sind anders, weil wir Christen sind. Wir sind aufgerufen, als dieses Lied in der Gesellschaft zu bewirken.

Das ist unsere Aufgabe heute - sei ein Träger der Hoffnung. Lasst unsere Worte und unseren Augenkontakt Worte der Ermutigung, Hoffnung und des Trostes vermitteln. Mögen wir weiterhin Weihnachten leben und die lebenden Krippen sein. Gesegnete Tage wünsche ich Ihnen.

                                                                                                                               Text: Pater Jobin